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Callie’s ist eine gemeinnützige, experimentelle Institution, die mit dem Ziel gegründet wurde, Kreativität, kulturellen Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.

Durch Residencies, Ausstellungen und Outreach-Programme sind wir bestrebt, lokale und internationale Künstler:innen zu unterstützen und gleichzeitig eine Ressource für unsere unmittelbare Gemeinschaft zu werden.

Callie’s verfolgt einen forschenden Ansatz; unsere Aktivitäten sind Formen der Recherche und dienen dem Ziel, neue Modelle sozialen Engagements und künstlerischer Auseinandersetzung zu entwickeln.

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Eine experimentelle Institution

Callie’s hat eine Reihe besonderer Merkmale, von denen eines die Selbstdefinition als nicht-transaktionaler Ort ist. Das Residency-Programm ist darauf ausgerichtet, Künstler:innen zu unterstützen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Aus diesem Grund gibt es keine Anforderungen an Produktion oder die Teilnahme am Programm.

Callie’s hat keinen festgelegten Ausstellungs- oder Residency-Kalender und wird voraussichtlich Perioden größerer öffentlicher Aktivität erleben, ebenso wie ruhigere Abschnitte, in denen wir uns auf Recherche, Planung oder Produktion konzentrieren. Die omnipräsente Norm für Institutionen, einem strikten Ausstellungskalender zu folgen, ist ein Konstrukt, von dem wir bewusst abweichen wollen.

Das Residency-Programm zielt darauf ab, den Bedürfnissen unserer Residents und dem aktuellen Zeitgeschehen gerecht zu werden. Indem wir im Voraus festgelegte Ergebnisse abschaffen, erkennen wir die zunehmend prekären materiellen Bedingungen an, unter denen Künstler:innen leben und arbeiten – und die ihre Experimentierfreude und Risikobereitschaft einschränken.

Das Residency-Programm steht im Zentrum aller Aktivitäten bei Callie’s; es ermöglicht uns dauerhafte und mit der Zeit wachsende Beziehungen zu Künstler:innen aufzubauen.

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Kalliopē

„Callie's“ ist eine Invokation Kalliopēs, der Muse der epischen Dichtung in der griechischen Antike.

Die Musen waren Quellen des Wissens und Personifizierungen des wegweisenden Genies, insbesondere in den Bereichen der Künste und Wissenschaften. Als Töchter des Zeus waren die Musen unvollkommene Persönlichkeiten mit eigenen, komplexen Leben. Kalliopē war Lehrerin und Mutter; sie brachte ihrem Sohn Orpheus das Singen und Schreiben von Versen bei. Es wird außerdem erzählt, dass sie die Mutter der Sirenen war.

Um eine Muse heraufzubeschwören, muss man sie anrufen und um Hilfe bitten. Der römische Dichter Vergil ruft Kalliopē etwa in der Aeneis, Dante ruft sie auf den ersten Seiten von Il Purgatorio an – beide flehen sie an, ihnen beim Schreiben zu helfen.

Das Wort „Museum“ stammt vom griechischen Mouseion oder „Ort der Musen“ ab. Das Mouseion unterschied sich jedoch von heutigen Museen: Das Mouseion von Alexandria war eine Institution, in der sich die renomiertesten Gelehrten der damaligen Zeit – unter dem Schutz der Musen – versammelten und forschten, schrieben und lehrten. Sie genossen freie Kost und Logis, hatten private Arbeitsräume und kamen zusammen, um gemeinsam zu speisen, wobei sie regelmäßig Ideen austauschten.

Die Bibliothek des Mouseion war ein Speicher des Wissens und versammelte die gesamte verfügbare Literatur der damals bekannten Welt. Der griechische Literaturkanon, beginnend mit Homer, wurde von den Gelehrten in Alexandria zusammengestellt und herausgegeben.

„Callie's“ ist ein spielerischer Spitzname, eine Hommage, die gleichzeitig zum Nachdenken darüber anregen will, welchem Zweck eine Institution im 21. Jahrhundert dienen sollte. Der Name in der Possessivform deutet an, dass dieser Ort Kalliopē gehört – eine Personifizierung des Wissens, der Wegweisung und der weiblichen Arbeit, die für das menschliche Leben unerlässlich ist.

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Das Gebäude
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Callie’s, Foto von Nick Ash.
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Die Nachbarschaft
Zentral und doch versteckt: Callie’s liegt in einem ruhigen Weddinger Hinterhof.
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