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Mouse on Mars

Die Musiker Jan St. Werner und Andi Toma bilden das richtungsweisende Elektronik-Duo Mouse on Mars. Bis heute hat Mouse on Mars, das als eines der einflussreichsten Musikprojekte Deutschlands gilt und in einer langjährigen Freundschaft zwischen den beiden Künstlern wurzelt, elf Alben veröffentlicht. Für St. Werner und Toma, die am selben Tag und im selben Krankenhaus geboren wurden, bildet Kollaboration den Kern ihrer experimentellen Praxis.

Mouse on Mars’ Debüt-Studioalbum Vulvaland erschien 1994 und wurde vom Kritiker Sean Cooper als “Ambient-Texturologie mit experimentellen Einflüssen von elektroakustischer Musik, Dub, Techno und Krautrock” beschrieben. In den vergangenen bald drei Jahrzehnten hat das Duo zahlreiche technologische Transformationen erforscht und synthetisiert. Ihr unnachahmlicher Stil ist durch einem Mix von Eklektizismus und Innovation geprägt. Wie St. Werner in einem Interview mit Fact Magazine sagte: “Das Interessante an der Kunst sind die Fragen, die man stellt und die Perspektiven, die man bietet, nicht das Genre, dem man sich zuordnet.”

Kollaboration spielt in der Praxis des Duos eine zentrale Rolle. 2007 taten sie sich etwa mit Mark E. Smith von The Fall zusammen und veröffentlichten unter dem Namen Von Südenfed das Album Tromatic Reflexxions, „ein futuristisches Neo-Punk-Funk-Workout.“ Auf Mouse on Mars’ 2018 erschienenem Album Dimensional People wirkten unter anderem Justin Vernon (alias Bon Iver), Mitglieder der amerikanischen Rockband The National, der Soulmusiker Swamp Dogg, Rapper Spank Rock, Zach Condon von der Band Beirut, die australische Elektropop-Gruppe Parcels und die irische Musikerin und Komponistin Lisa Hannigan mit. Das Album wurde im Rahmen eines Symposiums am Massachusetts Institute of Technology (MIT) veröffentlicht, wo St. Werner in der Abteilung für Kunst, Kultur und Technologie lehrte. Im Jahr 2020 begannen sie eine Zusammenarbeit mit dem legendären Dub-Pionier Lee „Scratch“ Perry, deren Ergebnisse in Kürze veröffentlicht werden. Ihr neues Album AAI kommt im Februar 2021 heraus.

Als Artists-in-Residence bei Callie’s bereiten Mouse on Mars eine Klanginstallation für ihre Ausstellung Spatial Jitter vor die im Juni 2021 im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses eröffnen wird.

Vulvaland (1994), Iaora Tahiti (1995), Autoditacker (1997), Instrumentals (1997), Glam (1998), Niun Niggung (1999 / 2000), Idiology (2001), Radical Connector (2004), Varcharz (2006), Parastrophics (2012), Dimensional People (2018). Ihr kommendes Album, AAI, wird im Februar 2021 auf Thrill Jockey veröffentlicht.