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Omsk Social Club
Gegründet 2016.

Als radikales Experiment an der Schnittstelle von Kunst, Politik und Leben versteht sich Omsk Social Club als „Empathie-Trainingslager“. Das Kollektiv schafft Rollenspielumgebungen im Kontext zeitgenössischer Kunst. Dabei nutzt Omsk Social Club traditionelle Methoden des Live Action Role Play (LARP) und des Real Game Play (RGP), um spekulative Welten zu schaffen, an denen bis heute mehr als 4.000 Menschen in ganz Europa teilgenommen haben. Während das Kollektiv eng mit einem Netzwerk öffentlicher und Hauptakteur:innen zusammenarbeitet, sind Omsks Game Designs und Installationen nicht einstudiert. Sie sind immer einmalig, was ihnen die einzigartige Macht verleiht, die Unterscheidung zwischen Künstler:in und Publikum, Kunst und Leben zu sprengen. Omsks Installationen drehten sich um Rave-Kultur, Survivalism, Catfishing, Positives Trolling und dezentralisierte Krypto-Währungen. Jüngst präsentierten sie im Kunstraum Bethanien ihr bisher größtes kontinuierliches Live-Action-Rollenspiel, welches 58 Tage dauerte und sich mit der Idee des Online-Lebens als „Cosmic depression—Paradise without ecology“ auseinandersetzte.

Während ihres Aufenthaltes bei Callie’s öffneten Omsk ihr Studio für lokale Künstler:innen, um mit alternativen Methoden zu experimentieren und gleichzeitig an einer groß angelegten, interaktiven Installation zu arbeiten, die die Teilnehmer:innen in eine „Ökologie des Geistes“ führen soll.

2016 gegründet, haben Omsk Social Club bereits in verschiedenen Institutionen, Galerien und Off-Sites in ganz Europa ausgestellt, so beispielsweise im Martin Gropius Bau; im Haus der elektronischen Kunst Basel; im Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; im HKW, Berlin; im CCCB, Barcelona; im Kunstraum Bethainien; und in der Onassis Foundation, Athen. Omsk wurden kürzlich mit dem New Networked Normal Project Grant 2018 für ihre Cryptorave-Reihe ausgezeichnet sowie in die Athen Biennale, das Transmediale Festival, das Impakt Festival und The Influencers aufgenommen. Omsk haben außerdem das Ying-Kolosseum in Berlin (2015-2016) und den Play Co Summit mit Ed Fornieles (ab 2017) gegründet. Im Frühjahr 2021 werden Omsk gemeinsam mit Larry Ossei-Mensah die Athen Biennale co-kuratieren.