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Timo Feldhaus
Geboren 1980 in Quakenbrück, Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland.

Geboren 1980 in Quakenbrück, Deutschland; lebt und arbeitet in Berlin.

Timo Feldhaus ist Journalist und Schriftsteller. Er lebt seit über 20 Jahren in Berlin und hat den Wandel der Stadt miterlebt und begleitet. In dieser Zeit ist er für seine pointierten Texte bekannt geworden, deren vielfältige Themen Kunst, Musik, Literatur, Mode sowie politische und soziale Belange umfassen. Von 2014 bis 2016 war Feldhaus Redakteur bei Spike Art Quarterly, deren einflussreiche und provokative Online-Plattform er entwickelte und betreute. Im Anschluss an diese Rolle wurde Feldhaus Chefredakteur für die Volksbühne, wo er Videos, Texte und Interviews publizierte, die die Rolle des Theaters im zeitgenössischen Leben untersuchten. 2019 arbeitete er mit Wolfgang Tillmans an dessen einflussreicher Vote Together-Kampagne, die den Wert und die Bedeutung der Europäischen Union thematisierte. Bis 2020 war er Redakteur der deutschen Wochenzeitung Der Freitag. Feldhaus’ Artikel und Essays sind unter anderem in der Monopol, der Süddeutschen Zeitung, De:bug, 032c und Frieze erschienen.

Während seiner Residency bei Callie’s arbeitet Feldhaus an der Fertigstellung seines ersten Buches Mary Shelleys Zimmer. Ausgangspunkt des Romans ist der Ausbruch des Mount Tambora in Indonesien im Jahr 1815, der größte Vulkanausbruch in der aufgezeichneten Geschichte. Die Eruption verursachte eine globale Klimaanomalie: Ein Großteil der nördlichen Hemisphäre wurde in Dunkelheit getaucht, die Temperaturen fielen drastisch, und es gab Frost und Schnee mitten im Sommer. Der Verlust von Ernten und Vieh führte zur größten Hungersnot des 19. Jahrhunderts mit über 90.000 Todesopfern. Die 1810er Jahre bleiben das kälteste Jahrzehnt in den Aufzeichnungen. Diese Zeit der Turbulenzen und der existenziellen Unsicherheit führte zu einer besonderen Art von spekulativem Kunstschaffen. Am wohl bekanntesten ist Mary Shelley, die in dieser Zeit am Genfer See Frankenstein schrieb, der allgemein als der erste Science-Fiction-Roman der Welt gilt. Feldhaus beschreibt sein ambitioniertes Buch als „ein historisches Panorama auf dem Höhepunkt der ersten Klimakatastrophe der Neuzeit.“ Mary Shelleys Zimmer wird 2022 im Rowohlt Verlag erscheinen.

Timo Feldhaus wurde 1980 in Quakenbrück, Deutschland, geboren. Er absolvierte sein Magisterstudium der Literaturwissenschaft, Soziologie und Komparatistik an der Freien Universität Berlin im Jahr 2010. Nach seinem Abschluss begann er als Autor, Kritiker und Redakteur zu arbeiten. Feldhaus entwickelte die einflussreiche Online-Plattform des Kunstmagazins Spike Art Quarterly, wo er bis 2016 als Redakteur tätig war. Ab 2017 arbeitete er für die Berliner Volksbühne. Bis 2000 war er Redakteur bei der deutschen Wochenzeitung Der Freitag. Sein Roman Mary Shelleys Zimmer erscheint 2022 im Rowohlt Verlag. Feldhaus lebt und arbeitet in Berlin.